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Umgehung von Maut Straßen führt zu immer höheren Belastungen in der Gemeinde Grünheide

Wenn morgens in Hangelsberg die Schulkinder den Berliner Damm überqueren müssen, ist das Verkehrsproblem für jeden sichtbar. Zahlreiche LKW Fahren nutzen die Strecke durch den Ort zur Umgehung der A12 zwischen Freienbrink und Fürstenwalde Süd. Ursache ist neben den zahlreichen Baustellen auch die Maut. So kann mit fast gleicher Fahrzeit 33km mautpflichtige Straße umgangen werden, was zu rund 5€ Einsparung je LKW führt.

Das seit Jahren bekannte Problem führt durch die Ausweitung der Maut auf die Bundestraßen seit 01.07.2018 auch zur Belastung der Ortsteile Grünheide und Kagel. Der aus südlicher Richtung kommende Verkehr umfährt die A10/ B1 schon ab Abfahrt Grünheide und spart damit die 25 km Mautstraße. Zu den ca. 4€ eingesparter Maut kommen sogar noch 5 Min. weniger Wegezeit.

Grünheider Bürgermeisterkandidat Thomas Wötzel fordert Aktionsplan und geht in die Offensive

Bürgerinititativen aus Hangelsberg, Kagel und Grünheide müssen sich zusammenschließen und durch die Bündelung der Kräfte gemeinsam auf das Problem aufmerksam machen.

Diese Aktion ist Anfang einer Reihe von Aktivitäten welche das Ziel haben, eine spürbare Entlastung für die Bürger zu erreichen.

Aktionsplan gegen Mautumgehung:

  1. Bündelung der Aktivitäten und gemeinsame Aufklärung durch öffentlichkeitswirksame Aktionen in den Ortsteilen
  2. Ansprache der Speditionen welche regelmäßig die Strecken nutzen (z.B. Lieferverkehr Zementwerk und Müllverbrennung Rüdersdorf)
  3. Einrichtung Tempo 30 Zone vor Schule und Kita, sowie Zebra Streifen
  4. Erreichung eines Nachtfahrverbotes für LKW über 3,5 Tonnen zwischen 22 und 6 Uhr

Wötzel sagt dazu „Es ist schon ein starkes Stück, wenn der Bund mit einer Maut auf Lärm und Luftverschmutzung 7,5 Mrd. € einnimmt und Lärm und Luftverschmutzung in die Ortschaften verlagert wird. Hier braucht es keine Lippenbekenntnisse wie in der Vergangenheit, sondern konkretes Handeln.“

Die Zahlen sprechen für sich, so nahm der Schwerlastverkehr nach offiziellen Zahlen auf der Landstraße zwischen 2012 und 2017 um 45% zu. 623 LKW über 3,5 Tonnen durchfahren täglich die Ortschaften, ohne an Ruhezeiten gebunden zu sein.

Wir fordern die Mautumgehung durch gesetzliche Regelungen zu verhindern und Nachtfahrverbote für LKW ab 3,5t auch für Ortsdurchfahrten.

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift auf change.org

Aktualisierung zum Thema:
Abfalldeponie zwischen Herzfelde und Rüderfsdorf

Der privatwirtschaftliche Vorhabensträger HVK plant auf der Fläche des Tagesbaus zwischen Herzfelde und Rüdersdorf die Errichtung und den Betrieb einer Inertstoffdeponie der Deponieklasse 0 im Tontagebau. Auf die Gemeinde Grünheide kommen dadurch Belastungen durch den geplanten Anlieferverkehr und möglicherweise auch Schadstoffbelastungen durch Überlauf belasteter Gewässer in den Möllensee.

Dem Planfeststellungsverfahren sollte ein weitreichenderes Raumordnungsverfahren vorgeschaltet werden, denn der Bedarf für diese Deponien ist bis mindestens 2027 nicht begründet. Naheliegener währe die Verfüllung der Tonlöcher der bereits geplanten Deponien Nr. 09 „Alte Ziegelei“ und Nr. 10 „Niederlehme“. Nach Klärung von Bedarf und Umweltverträglichkeit, muss die Anlieferung mit Bahn oder über die Wasserstraßen priorisiert werden.

Quelle: Stellungnahme der oberen Naturschutzverbände