Die MOZ berichtet über die Ergebnisse der Wahl und befragt die unterlegenden Kandidaten nach Ihrer Wahlempfehlung.

„Nicole Blisse zeigte sich auf Nachfrage zufrieden, empfiehlt ihren Wählern das Kreuz nun bei Wötzel zu machen. Werner bezeichnet den Wahlkampf als gute Erfahrung mit vielen Anregungen für seine Arbeit als Gemeindevertreter und rät zur Wahl von Christiani. Jurchen bezeichnet sein Ergebnis als „gar nicht so schlecht“ und erwägt, es in acht Jahren erneut zu probieren. Wen er empfiehlt, wolle er in persönlichen Gesprächen erklären.“

Gegen Ausgrenzung und Spaltung

Thomas Wötzel ist ein verkappter AfD Anhänger, sieht man schon an der Wahl der Farben auf seinen Plakaten“

In einem ersten Reflex dachte ich „Empfehlung durch die AfD – nein Danke“. Nur um neue Gerüchte auszuschließen, ich bin Mitglied der FDP und gehöre in Brandenburg damit unter den Minderheitenschutz 😉
Politisch war ich Wechselwähler und habe mal Gregor Gysi gewählt, der mir in seiner Biografie den Spruch auf den Weg gegeben hat „Nimm die Sache immer ernst, dich selbst aber nicht so wichtig“. Auch die SPD und die CDU haben schon einmal ein Kreuz von mir bekommen. Bei einer AfD wird das aber sicher nicht passieren.

ABER: Wenn wir uns einer sachlichen Auseinandersetzung verweigern und Menschen mit anderen politischen Ansichten ausgrenzen und stigmatisieren, machen wir uns zum Instrument der Spaltung in unserer Gesellschaft.

Ich erlebe es in Gesprächen, dass zwischen Wählern und Mitgliedern der AfD klar zu differenzieren ist. Wenn offene Diskussionen über Fluchtursachen, Finanzierung des Terror und Missbrauch von Religion als Instrument der Spaltung im Mainstream nicht geführt werden, schafft es Platz für unbeantwortete Fragen.
Dies wirkt wie ein Spalt in unserer Gesellschaft und sorgt für Ausgrenzung von Andersdenkenden. Ich verschließe mich nicht den Argumenten Anderer, hören zu und ergänze wenn nötig, damit eine Meinung nicht nur aus einem Blickwinkel gebildet wird.

„Thomas Wötzel ist ein Gutmensch* und Flüchtlingshelfer“

Substantiv, maskulin [der]MEIST ABWERTEND ODER IRONISCH

  1. [naiver] Mensch, der sich in einer als unkritisch, übertrieben, nervtötend o. ä. empfundenen Weise im Sinne der Political Correctness verhält, sich für die Political Correctness einsetzt

Ja es stimmt, als die Flüchtlingswelle aus dem Kriegsgebiet in Syrien nach Deutschland geleitet wurde, hat meine Familie und ich mitgeholfen diese Menschen in Grünheide aufzunehmen. Zu den Geschichten über gut ausgebildete Fachkräfte, verlorene Pässe, falsche Herkunfts- und Altersangaben habe ich so Erfahrungen aus erster Hand. Genauso kenne ich authentische Berichte über Vertreibung, Krieg, verlorene Kindheit und Hoffnung auf einen Neuanfang in Sicherheit. Gewürzt wird das alles mit der deutschen Bürokratie und dem Rechtsstaat, welche diejenigen die sich an Regeln halten bestraft und andere nicht reguliert.

Offene Gesellschaft mit Regeln für alle, die auch durchgesetzt werden

Ich möchte keinen Überwachungsstaat, der mit der Angst der Menschen spielt um Kontrolle auszuüben. Grünheide hat hier eine besondere Geschichte. Ein Ort wo über hundert Stasi Mitarbeiter den Bürger der DDR Robert Havemann überwachten. Ein Ort wo die Spitzen der SED gern wohnten und feierten. Ein Ort wo vor 30 Jahren das Neue Forum als Keimzelle der Wende in der DDR gegründet wurde.

Wenn aber eine rot/rote Regierung die Polizei kaputt spart und dadurch Serien von Einbrüchen und Diebstählen nicht aufgeklärt werden. Wenn die Justiz überlastet ist und selbst verurteilte Mörder wegen Fristüberschreitung auf freien Fuß gesetzt werden. Wenn mit der Begründung des Datenschutzes wirksame Überwachung von Parkplätzen wieder abgebaut werden muss.
Dann machen wir aus einem Rechtsstaat eine Lachnummer für Verbrecher.